{"id":120,"date":"2020-07-19T13:57:23","date_gmt":"2020-07-19T13:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg"},"modified":"2020-07-19T14:59:51","modified_gmt":"2020-07-19T14:59:51","slug":"a7","status":"inherit","type":"attachment","link":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/?attachment_id=120","title":{"rendered":"A7"},"author":1,"comment_status":"open","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"description":{"rendered":"<p class=\"attachment\"><a href='http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg'><img width=\"151\" height=\"135\" src=\"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg\" class=\"attachment-medium size-medium\" alt=\"\" loading=\"lazy\" srcset=\"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg 151w, http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7-150x135.jpg 150w\" sizes=\"(max-width: 151px) 85vw, 151px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es ist ein wei\u00dfes, einfaches, becherfo\u0308rmiges Gefa\u0308\u00df, das den schwarzen Schriftzug\u00a0hygge\u00a0tra\u0308gt und einen Durchmesser von circa 9 cm hat.\u00a0<\/p>\n<p>Geschichte: Der letzte Neuank\u00f6mmling in meiner Tassensammlung, durfte sich kurz vor der Corona-Krise bei mir einnisten. Ich brachte sie von meiner Reise kurz vor dem Ausbruch des Corona-Virus in Deutschland Ende Februar mit. Als ich meine Freundin Gracie in London besuchte, entschieden wir uns f\u00fcr ein paar Tage ihre Eltern auf dem Land zu besuchen. Sie leben s\u00fcdlich von London in einem kleinen, schnuckeligen, sehr typischen englischen Cottage, passend dazu besitzen sie einen kleinen pl\u00fcschigen Hund.<br \/>\nIn dem Moment, als ich das Haus betrat, war ich hin und weg von dem Einrichtungsstil von Gracies Mutter. Alles war wunderbar drapiert und aufger\u00e4umt, Laura Ashley l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Besonders angetan von der K\u00fcche, schaute ich mir alles genau an, und siehe da, auch Gracies Mutter besa\u00df eine gro\u00dfe Menge an Tassen. Ich fragte meine Freundin nach zwei bestimmten Tassen, denn eine \u00c4hnliche hatte ich zuvor schon bei Gracies Freund zuhause in London gesehen. Die habe sie hier in der N\u00e4he gekauft, sie w\u00fcrde \u00f6fter welche verschenken, besonders gern an ihre Mutter.<br \/>\nAu\u00dferordentlich begeistert auch in den Besitz einer solchen Tasse zu kommen, fuhren wir nun alle am n\u00e4chsten Tag nach Lewes, auch der kleine pl\u00fcschige Hund durfte mitkommen. Gracie und ich nahmen kurzerhand den Weg \u00fcber die Haupteinkaufsstra\u00dfe, vorbei an unz\u00e4hligen L\u00e4den mit bunten, stilvoll dekorierten Schaufenstern. Endlich angekommen bei dem besagten Laden, fing es auch schon an zu regnen und wir fl\u00fcchteten sehnlichst hinein.<br \/>\nNachdem ich einen T\u00f6pferladen erwartet hatte, \u00fcberraschte mich im Inneren ein \u00dcberfluss an Kinderklamotten, Tupperdosen, Spielzeugen und dazu ein kleines Caf\u00e9. Das nahmen wir gleich zum Anlass erst einmal eine tea time abzuhalten, in England trinkt man schlie\u00dflich immer Tee, egal ob es 11 Uhr morgens oder 20 Uhr abends ist. Nun endlich konnte ich mir die Tassen anschauen. Gl\u00fccklich mit meinem Kauf traten wir den R\u00fcckweg an, nat\u00fcrlich fing es in dem Moment an wie aus Eimern zu gie\u00dfen, als wir uns auf den Weg machten. Einige Minuten sp\u00e4ter, trafen wir auf Gracies Eltern und einen sehr nassen, nicht mehr wei\u00dfen, aber nun grau-brauen Hund. Meine Freude \u00fcber die Tasse war dadurch aber nicht weniger gro\u00df. Diese bekam allerdings einen kleinen Kratzer, als ich, wieder zuhause in Deutschland angekommen, entdeckte, dass eine der beiden Tassen w\u00e4hrend des R\u00fcckfluges irreparablen Schaden genommen hatte. Denn im Laden konnte ich mich nicht entscheiden und hatte zwei Tassen gekauft.   <\/p>\n<p>Eine andere Tasse, die ich mir in meiner Phantasie bereits ausgemalt und tats\u00e4chlich sp\u00e4ter gefunden habe, n\u00e4mlich auf einer Silvester Reise nach Polen. Meine Mitbewohnerin zu dem Zeitpunkt hatte eine wundersch\u00f6n bemalte Kaffeetasse mit typisch polnischem Muster; bunt, handbemalt und auff\u00e4llig. Als wir nun in Krakau \u00fcber Silvester waren, erz\u00e4hlte ich meiner polnischen Freundin Martyna, dass ich auch so eine Tasse haben wollte. Es erschien mir sch\u00f6n, wenn wir in der WG zwei davon haben w\u00fcrden.<br \/>\nNun liefen wir also durch die Innenstadt, auf dem Weg zum j\u00fcdischen Viertel Kazimierz, wo uns ein T\u00f6pferladen ins Auge fiel. Genauso wie ich ihn mir vorgestellt hatte; jeder Zentimeter war gef\u00fcllt mit handbemaltem, haupts\u00e4chlich in Blaut\u00f6nen gehaltenen, Gef\u00e4\u00dfen, Tassen, Untersetzern und Kr\u00fcgen. Nach reichlicher \u00dcberlegungen und Ratschlag durch die polnische Verk\u00e4uferin, w\u00e4hrend meine Freundin \u00fcbersetzte und sie sich beide \u00fcber meine Unentschlossenheit lustig machten, entschied ich mich also f\u00fcr diese Tasse mit blauem, kleinteiligen Muster. Kurz nachdem wir gegangen waren, schloss der Laden auch schon. Gl\u00fccklich mit der Tasse, fielen wir in den n\u00e4chst  gelegenen Teeladen ein und tranken den besten Chai Masala unseres Lebens. Seitdem benutze ich die Tasse t\u00e4glich als Teetasse.<br \/>\nWieder zuhause angekommen, pr\u00e4sentierte ich meiner Mitbewohnerin zufrieden mein neustes <\/p>\n<p>Sammelst\u00fcck, woraufhin sie mich halb belustigt, halb mitleidig anschaute: \u201eMeine Tasse ist doch nur von Karl\u2019s Erdbeerhof, schau mal.\u201c So war ihre Tasse wohl nur eine Kopie gewesen und immer noch kann ich mich dar\u00fcber freuen, dass meine Tasse nun die Handbemalte ist. <\/p>\n<p>Das hygge Gef\u00e4\u00df kam w\u00e4hrend meines Auslandssemesters in D\u00e4nemark zu meiner Sammlung hinzu. Was macht man w\u00e4hrend des Auslandsaufenthaltes im Studium? Genau, das Land erkunden! Wir fuhren nach Esbjerg, im M\u00e4rz; wie zu erwarten war es erstens sehr kalt und zweitens regnete es die ganze Zeit. Nachdem wir uns alle Museen in der Stadt angeschaut hatten, die Nordsee w\u00e4hrend der Watt-Zeit besichtigt hatten und den einen Abend mit einem Pizza-Buffett beendeten, blieb uns am letzten Vormittag zur noch eines zu tun: ins Broen-Center zu gehen.<br \/>\nDieses liegt am Ende der sch\u00f6nen Fu\u00dfg\u00e4ngerzone in der Innenstadt. Meine m\u00e4nnliche Begleitung war eher weniger begeistert von der Idee, noch weniger begeistert allerdings, als klar wurde, dass ein gro\u00dfer Teil des Centers von einem Einrichtungs- und Dekor Laden eingenommen wurde. Was w\u00e4re auch D\u00e4nemark ohne einen gro\u00dfen Designshop! Nachdem ich 99% des Ladens durchst\u00f6bert hatte, fand ich endlich etwas, was zum einen nicht zu teuer und zum anderen klein genug f\u00fcr meine Tasche war: die hygge Tasse.<br \/>\nGenau genommen waren es auch hier zwei, es ist einfach sch\u00f6ner, wenn es zwei Gegenst\u00e4nde sind. Dann ist der eine nicht so einsam. Das Gegenst\u00fcck war ein gleiches Gef\u00e4\u00df mit der Aufschrift fucking genious. Auch das musste mit. Der Kauf kam mir sehr entgegen, denn die kleine WG, die ich in Aarhus bewohnte, war fast leer, als wir einzogen und es fehlten noch ein paar Tassen. Somit dienten sie t\u00e4glich dem morgendlichen Kaffeekonsum und erinnern mich heute noch auf lustige Weise an dieses verregnete Wochenende in Esbjerg. <\/p>\n"},"caption":{"rendered":"<p>Herkunft: Produziert fu\u0308r Bahne Da\u0308nemark\u00a0<\/p>\n"},"alt_text":"","media_type":"image","mime_type":"image\/jpeg","media_details":{"width":151,"height":135,"file":"2020\/07\/a7.jpg","sizes":{"thumbnail":{"file":"a7-150x135.jpg","width":150,"height":135,"mime_type":"image\/jpeg","source_url":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7-150x135.jpg"},"full":{"file":"a7.jpg","width":151,"height":135,"mime_type":"image\/jpeg","source_url":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg"}},"image_meta":{"aperture":"0","credit":"","camera":"","caption":"","created_timestamp":"0","copyright":"","focal_length":"0","iso":"0","shutter_speed":"0","title":"","orientation":"0","keywords":[]}},"post":68,"source_url":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/a7.jpg","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/120"}],"collection":[{"href":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media"}],"about":[{"href":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/attachment"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hat.hist-soz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120"}]}}